| Wolle | ONline Linie 110 Timona |
| Hersteller | ONline Garne |
| Farben | 233 – Helles Koralle |
| Gewicht / Lauflänge | 50g / 120m |
| Zusammensetzung | 60% Schurwolle, 40% Polyacryl |
| Spaßfaktor Wolle | |
| Knöpfe | Holzknopf 15mm Werbung |
| Nadel | Addi addiNovel Rundstrndl. 80/100 Werbung |
| Stärke | Nadelstärke 3.5 |
| Quelle Strickmuster | Strickmuster. Die Sammlung Werbung |
Anschlag und Zunahmen
Begonnen habe ich die Arbeit mit einem Achteranschlag auf Rundstricknadel und 50 Maschen je Nadel. Also insgesamt startet das Strickstück mit 100 Basismaschen. Ich arbeite mit dem sogenannten Magik-Loop, weshalb meine Maschen in zwei Hälften aufgeteilt werden. Auch wenn es optisch wirkt, als hätte man zwei parallel liegende Reihen, stricke ich den Strampel-Sack ab Beginn in Runden. Anfangs muss man an den Übergängen von einer Nadel zur anderen etwas genauer auf die Fadenspannung achten, damit keine Lücken entstehen. Mit jeder Zunahme-Runde löst sich die Problematik dann allerdings in Luft auf. Es ist wirklich eine Routinesache.

Bereits in Runde 1 habe ich mit den Zunahmen begonnen. Jeweils 1 Masche vor oder nach Nadelwechsel habe ich eine geneigte Zunahme gearbeitet. Ich gehe auf die Neigung hier nicht im Detail ein. Zu links und rechts geneigten Zunahmen findet man ausreichend Informationen im Web. Ich selbst arbeite meine Zunahmen bei vielen Strickstücken mit Umschlägen, die ich dann mit entsprechender Neigung abstricke. Wie, und warum ich diese Umschläge mache und stricke, habe ich bereits in einem anderen Zusammenhang mal erklärt. Je Zunahmerunde werden es also 4 Maschen mehr auf der Nadel.

Ich zähle die Runde, in der ich die Umschläge mache als Zunahmerunde, die Runde, in der die Umschläge gestrickt werden, ist quasi meine Zwischenrunde. Auf diese Weise habe ich 3 Zunahmerunden gearbeitet. Dann entschied ich mich schneller zuzunehmen, da ich keinen so steilen Verlauf der Zunahmen wünschte. Ich arbeitete nur eine Masche nach Nadelstart eine Zunahme, strickte eine der Folgemaschen ab und arbeitete eine zweite Zunahme. Je Zunahme-runde nahm ich nun also 8 Maschen zu. Das ganze 8 Mal, sodass ich am Ende 160 Maschen auf der Nadel hatte. Inzwischen ist das Rundstricken schon ganz einfach geworden.
Abnahmen und Muster
Nachdem ich alle Zunahmen gestrickt und noch einige Runden glatt rechts gearbeitet habe, begann ich mit einer optischen Abgrenzung. Hierzu habe ich im Wechsel 1 runde rechts und eine Runde links gestrickt. Insgesamt 2 Runden linke Maschen.
Dann begann ich mit dem ersten rechts-links Muster. Bitte verzeiht mir, dass ich hier nicht die Mustercharts einstelle, ich habe keine Lust auf Urheberrechts-Zoff. Das Buch aus welchem ich die Muster habe, ist oben verlinkt. Ihr könnt euch allerdings auch selbst einfache Muster suchen. Wichtig ist, dass eure Maschenzahl immer durch die Maschen für den benötigten Mustersatz teilbar ist.
Nach dem ersten Musterstreifen folgte wieder die Abgrenzung mit rechten und linken Runden (das wiederholt sich fortlaufend) und ich reduzierte meine Maschenzahl bereits auf 150 Maschen durch gleichmäßig verteilte Abnahmen in den rechts gestrickten Runden. Nach dem zweiten Musterstreifen reduzierte ich auf 140 und nach dem dritten auf 130 Maschen. Hier lässt sich natürlich immer ein wenig mogeln, was die benötigte Anzahl von Maschen für euer Wunschmuster angeht.



Übergang zum Latz
Nach dem letzten Musterstreifen war mein Strampel-Sack also schon um 30 Maschen geschrumpft und nach ca. 6-8 cm glatt rechts stricken, nahm ich nochmal gleichmäßig verteilt ab, bis ich noch 106 Maschen auf der Nadel hatte. Im Anschluss wechselte ich auf rechts-links Rippen. Das Ganze etwa 10-12 cm hoch.
Vorderteil und Rückenteil
Nun teilte ich die Maschen in Vorder- und Rückenteil auf. Je Seite 53 Maschen. Ab jetzt wird in Reihen gearbeitet.


Vorn und hinten befinden sich jetzt jeweils 53 Maschen auf der Nadel. Du kannst die Maschen des gerade nicht in Arbeit befindlichen Teils auf einem Faden stilllegen oder auf dem Seil der Rundstricknadel belassen. Jede Reihe beginnt und endet quasi rechts. In der ersten Reihe wird die erste Masche mit Faden vor der Nadel links abgehoben, die zweite wird rechts gestrickt und die dritte wieder mit Faden vor der Nadel abgehoben. Danach geht es im Rippenmuster weiter. Also auf die links abgehobene Masche folgt eine rechte Masche. Bei den letzten drei Maschen angekommen dürfte eine rechte Masche an der Reihe sein, die nächste Masche wird mit Faden vor der Nadel links abgehoben und die letzte rechts gestrickt. Diese Reihe wiederholt sich nun weiter.
Bei den letzten 2-3 cm angekommen habe ich durchgängig in jeder Reihe die linken Maschen nur mit Faden vor der Nadel links gehoben. So wird das Rippenmuster nach oben hin etwas enger und gibt dem Latz etwas mehr Form. Außerdem lässt sich die Kante so perfekt italienisch abketten.
Du kannst die Kante in einem abketten, oder wie ich diese zwei kleinen „Träger“ stricken, auf die du dann die Knöpfe nähst. Wähle die Maschenzahl hierfür ungerade, sodass es mit den Radmaschen genauso aufgeht, wie beim zuvor gestrickten Latz.
Den Rücken setzt du identisch fort. Ich habe ihn ein wenig höher gestrickt, als das Vorderteil. Auch die Träger werden identisch gestrickt, nur länger. Am Ende werden alle Träger italienisch abgekettet. Für die Knopflöcher habe ich eine spezielle Vorgehensweise genutzt, bei der man den faden nicht abtrennen muss. Je Träger habe ich drei Knopflöcher gearbeitet um den Strampel-Sack länger nutzen zu können.
Der letzte Schliff
Als letztes kleines Detail hab e ich unten am Strampel-Sack ein kleines Label angenäht. Gekauft habe, ich diese Labels bei Etsy.

Wie lang du den Strampel-Sack strickst, ist ein wenig davon abhängig, wie lange er dem Baby passen soll. Mein unterer Teil ist etwa 50 cm lang. Der Rippenbund liegt am Körper wie ein weicher Schlauch an und kann deshalb auch ruhig etwas länger sein, die verstellbaren Träger geben nochmals Spielraum. Dein Baby kann sich also wirklich lange in diesem Kleidungsstück austoben.
Viel Spaß beim Nachmachen! Bei Fragen, nutze die Kommentarfunktion.:)